Rund, gesund, kunterbunt: 8 Gründe, Äpfel zu essen

Heute ist, wie an jedem 11. Januar, der Tag des deutschen Apfels. Der kuriose Gedenktag wurde 2010 von den deutschen Apfel-Erzeugerorganisationen ins Leben gerufen, um auf die Qualität und Vielfalt der einheimischen Sorten aufmerksam zu machen.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum man auch an den restlichen Tagen des Jahres Äpfel essen sollte. Die folgenden acht habe ich für Dich zusammengestellt.

Eine Frucht mit Symbolkraft

Der Apfel ist in den eurasischen Kulturen ein Symbol der Liebe, der Sexualität, der Fruchtbarkeit und des Lebens, der Erkenntnis und der Entscheidung sowie des Reichtums. Ist all dies nicht das, was wir uns insgeheim wünschen? So lässt Goethe seinen Faust verkünden: „Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr, // Und schon vom Paradiese her. // Von Freuden fühl ich mich bewegt, // Dass auch mein Garten solche trägt.“

Äpfel essen ist gesund

„An apple a day keeps the doctor away“, lautet ein bekanntes englisches Sprichwort, das man im Deutschen mit „Ein Apfel am Tag und der Doktor bleibt, wo er mag“ übersetzen kann. Und tatsächlich entpuppt sich der Apfel als Gesund-Wunder. Sein hoher Gehalt an Ballaststoffen, Flavonoiden und Polyphenolen reinigt den Körper von Stoffwechselgiften, was ihm den Beinamen „broom for the body“ („Besen für den Körper“) eingebracht hat. Der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem und reduziert das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Äpfel sind ein altes Hausmittel bei entzündlichen Gelenkschmerzen und sowohl gegen Verstopfung als auch gegen Durchfall. Die äußerste Schicht eines Apfels ist besonders gesund. Deswegen sollte man ihn vor dem Verzehr gründlich gewaschen, aber nicht schälen. Ich empfehle die Früchte nur im Bioladen oder von Streuobstwiesen zu kaufen, weil diese deutlich weniger mit Pestiziden und chemischen Düngemitteln belastet sind.

Macht müde Sportler und Wanderer munter

Wer schwitzt, verliert Kalium. Mangelt es uns an diesem Mineralstoff, geben die Nerven Reize nur noch sparsam an die Muskeln weiter. Dann fehlt uns bald die Kraft zum nächsten Schritt. Der Apfel liefert schnellen Nachschub. Da er obendrein zu 85 Prozent aus Wasser besteht, ist er durchaus als Durstlöscher geeignet, wenn unterwegs mal kein Wasser zur Hand ist.

Äpfel retten Leben

Jedes Gemüse, jedes Obst, jeder Apfel, den wir anstelle Produkte tierischen Ursprungs essen, ist ein Beitrag zum Tier-, Umwelt- und Menschenschutz. So einfach ist vegane Ernährung.

Der Tausendsassa in der Küche

Im Ganzen, gerieben, püriert, entsaftet, eingemacht, gedünstet, gebacken und gekocht, im Müsli, als Obstsalat, zu deftigen Speisen, in der Suppe, als Apfelschalentee und auf dem Kuchen – kaum eine Frucht kann man auf so viele Arten zubereiten und findet in so vielen Rezepten Verwendung wie der Apfel.

Äpfel sind lecker

In der Küche zeigt sich der Apfel also als Tausendsassa. Auch der Geschmack der unterschiedlichen Sorten ist vielfältig. Er reicht von säuerlich bis süß und von mehlig bis saftig. Im Handel gibt es leider überwiegend auf Erträge gezüchtete Sorten wie Elstar, Braeburn, Gala und Jonagold. Alte Apfelsorten bieten meist mehr Geschmack und Vitalstoffe. Von diesen findet man im Supermarkt nur den säuerlichen Boskop (auch Schöner aus Boskoop genannt). Es lohnt sich nach den alten Sorten auf Bauernmärkten, im Bioladen, bei Obst-und Gartenbauvereinen und bei Streuobstwiesenbesitzern Ausschau zu halten oder zu fragen.

Regionales und saisonales Obst bis ins Frühjahr hinein

Es gibt mehrere Gründe, regionales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen. Der offensichtlichste ist, dass deren Ökobilanz meist besser ist als von Lebensmitteln, die mit dem Flugzeug transportiert werden. Aufgrund ihrer guten Lagerfähigkeit sind Äpfel aus Deutschland fast das ganze Jahr über verfügbar. Kauft man im Frühjahr im Supermarkt deutsche Äpfel, haben diese allerdings mehrere Monaten in modernen Kühlräumen verbracht. Nachhaltiger und günstiger ist es, sich nach der Ernte bei einem Obstbauer in der Region einzudecken und die Äpfel in einem kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit zu lagern. Manche Sorten halten sich bis in den Juni.

Äpfel essen als minimalistischer Akt

Das runde Ding ist ein simpler Snack für unterwegs, denn es ist durch seine schützende Schale von Natur aus verpackt und findet dank der kompakten Form überall Platz. Daheim empfehle ich folgendes Experiment: Wasche einen Apfel. Mache es Dir auf der Couch oder im Garten bequem. Schließe Deine Augen. Beiße in den Apfel. Verspeise ihn mit Genuss und ohne Eile bis zum Butzen. Öffne erst dann wieder Deine Augen … Äpfel essen ist Minimalismus pur.

Wie isst Du Äpfel am liebsten? Hast Du vielleicht sogar eine Lieblingssorte?

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Nudelauflauf mit Hähnchen und Ananas