Kilic: “Mit dem Satz ’Wir schaffen das’ haben sie Deutschland bis heute zu einem Einwanderungsland gemacht”

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht nach dem 12. Integrationsgipfel zur Presse. Auch Hubertus Heil (SPD) sollte an der Pressekonferenz teilnehmen, doch der Arbeitsminister begab sich am Montag vorsorglich in Quarantäne.

  • Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel zum 12.Integrationsgipfel
  • Arbeitsminister Heil fehlt wegen Corona-Quarantäne

15.49 Uhr: Karliczek geht nochmals auf die Beurfsbschlüsse ein. “Jeder Anerkennung ist eine Anerkennung einer persönlichen Lebensleistung.” Dieses Verfahren sei ein echter Integrationsmotor. Um hier besser aufgestellt zu sein, “haben wir einer zentrale Servicestelle eingerichtet”.

15.47 Uhr: Gerade für bedürftige Schülerinnen und Schüler stellen digitale Lehrformate in der Pandemie eine große Herausforderung dar. Für sie ist Präsenzuntericht besonders wichtig, gerade weil oftmals Sprachbarrieren bestünden. “Deswegen haben wir weitere 500 Millionen Euro investiert”, sagt Karliczek.

15.45 Uhr: Bildungsministerin Anja Karliczek ist digital zugeschaltet. Ihr ist es besonders wichtig, “das vor allem Abschlüsse aus dem Ausland besser in Deutschland anerkannt werden”. Dafür brauche es eine intensive Zusammenarbeit mit den Integrationsverbänden. Generell müsse jedem der gleiche, faire Zugang zum Bildungssystem zuteil werden, sagt die Ministerin.

15.41 Uhr: Nun spricht Hamidou Bouba vom Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege. Zunächst geht er auf das Partnerschaftsprojekt des Familienministeriums ein. „Dieses Projekt zielt auf die Beratung, das Empowerment und die Begleitung von Jugendlichen, von der Kita bis zum Berufseinstieg“, sagt er.

15.36 Uhr: „Sprache, so heißt es immer, ist der Schlüssel zur Integration“, sagt Kilic. „Die Erfolge, die wir seit 2015 verzeichnen, haben wir nicht zuletzt Integrationsbeiträten zu verdanken“, sagt er. Sie würden seit über 40 Jahren einen erheblichen Beitrag in den Kommunen leisten.

“Mit dem Satz ‘Wir schaffen das’ haben sie Deutschland bis heute zu einem Einwanderungsland gemacht”

15.33 Uhr: Memet Kilic, der Vorsitzende des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, ist digital zugeschaltet. Er verurteilt zunächst den islamistischen Anschlag in Frankreich und lobt anschließend das Engagement der Kanzlerin. “Mit dem Satz ‘Wir schaffen das’ haben sie Deutschland bis heute zu einem Einwanderungsland gemacht”, sagt Kilic.

Screenshot Phoenix

15.30 Uhr: Gerade im frühkindlichen Alter müsste Integration ansetzen, sagt Giffey. “Deswegen werden zusätzlich eine Milliarde Euro in diesen Bereich investiert”, sagt die Ministerin.

15.26 Uhr: Familienminsterin Giffey spricht. Auch sie sieht die Pandemie als große Herausforderung für die Integration. Desweiteren geht sie auf den Fachkräftemangel in Deutschland ein. “Ausländische Fachkräfte leisten einen großen Beitrag in Deutschland”, sagt die Ministerin.  Um den Einstieg auf den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sollen Angebote vermehrt in Fremdsprachen angezeigt werden und vermehrt digital gespielt werden.

15.23 Uhr: Bei den Integrationskursen werde eine “Digitalisierungs-Offenisive” gestartet. Es sei wichtig, dass die Menschen diese auch in der Pandemie wahrnehmen können. Auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt sollen verstärkt Angebote über digitale Kanäle bereitgestellt werden, erklärt die Staatsministerin.

Widmann-Mautz: „Corona zeigt uns, wie wichtig der Einsatz für die Integration ist“

15.22 Uhr: Staatsministerin Widmann-Mautz ist zugeschaltet. „Corona zeigt uns, wie wichtig der Einsatz für die Integration ist“, sagt sie. Tausende Menschen mit Migrationsgeschichte würden unser Land am Laufen halten, zum Beispiel im Krankenhaus, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Supermärkten. Die Corona-Krise treffe viele Migranten hart, weil Integrationskurse ausfielen. „Viele arbeiten in Branchen, in denen kein Homeoffice möglich ist“, fügt sie hinzu.Staatsministerin Widmann-MauzScreenshot Phoenix Staatsministerin Widmann-Mauz

15.20 Uhr: Gerade in der Pandemie müsse man verstärkt auf das Thema Integration achten, denn besonders viele Menschen mit Einwanderungsgeschichten seien in diesem Bereich besonders schwer betroffen, erklärt Merkel.

15.17 Uhr: Merkel spricht über die Phasen der Integration, die beim Gipfel besprochen wurden. Es ging dabei um die Wertevermittlung und die Eingliederung in die Gesellschaft. Auch die Corona-Krise war natürlich ein Thema,  berichtet Merkel. “Wir waren uns einig, dass wir angesichts steigender Infektionszahlen die Pandemie eindämmen müssen“, sagt Merkel mit Blick auf die Gespräche beim Integrationsgipfel.

15.15 Uhr: Die Kanzlerin betritt mit Familienminsterin Giffey das Podium. Die PK beginnt.

15.13 Uhr: Noch ist das Podium im Kanzleramt leer, aber in wenigen Minuten dürfte es losgehen.

12.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) informiert über die Ergebnisse des 12. Intergrationsgipfels. Zu den Themen des Gipfels zählt auch die Corona-Krise. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, sagte vor den Gesprächen, die Pandemie treffe gerade Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Geflüchtete hart. Sie arbeiteten oft in Branchen, die besonders mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen hätten. Die CDU-Politikerin nannte konkret Handel, Logistik und das Gastgewerbe. “Gleichzeitig sind wichtige Integrationsangebote ausgefallen oder können nur eingeschränkt stattfinden.”

AuchArbeitsminister Hubertus Heil sollte auftreten, doch der SPD-Politiker begab sich vorsorglich in Quarantäne. Seine Corona-Warn-App habe eine Begegnung mit erhöhtem Risiko angezeigt, teilte das Arbeitsministerium am Montag in Berlin mit. Ein erster Test habe ein negatives Ergebnis erbracht, ein weiteres Testergebnis stehe noch aus.Heil in Quarantänedpa/Kay Nietfeld/dpa Arbeitsminister Hubertus Heil arbeitet vorläufig von zuhause aus.

Bei den Gesprächen an diesem Montag mit der Bundeskanzlerin nehmen nach Angaben der Bundesregierung rund 120 bis 130 Vertreter aus Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Wirtschaft, Politik und Sport teil, darunter auch mehrere Bundesminister. Aufgrund der Corona-Krise wird der Gipfel zu einer Videokonferenz.

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