Köln überschreitet Warnstufe, jetzt gelten neue Regeln – Rekord-Anstieg in Österreich

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Mit Köln hat nun die nächste deutsche Großstadt die wichtige Corona-Warnstufe überschritten. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

  • Fallzahlen in den Niederlanden steigen ungebremst weiter (07.48 Uhr)
  • Viele Corona-Ansteckungen – Köln überschreitet Warnstufe (07.35 Uhr)
  • 20 Infizierte nach Familienfeiern in Landkreis in Thüringen (22.02 Uhr)

150 Gäste bei Kindergeburtstag in Hotspot Duisburg: Nachbarn schlagen Alarm

11.37 Uhr: In Duisburg haben Behörden einen Kindergeburtstag mit mehr als 150 Gästen aufgelöst. Die Feier zum 1. Geburtstag verstieß gleich gegen mehrere Vorschriften – Nachbarn hatten dies gemeldet.

Die Stadt Duisburg in Nordrhein-Westfalen zählt aktuell zu den Corona-Hotspots in Deutschland.  Das bedeutet unter anderem: Seit zehn Tagen sind in Duisburg private Feiern, die nicht zuhause stattfinden, nur noch mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt und unterliegen einer Anmeldepflicht. Voraussetzung ist der NRW-Coronaschutzverordnung zufolge außerdem ein „herausragender Anlass“. Dazu zählen Jubiläen oder auch Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags-, und Abschlussfeiern.

Nicht herausragend war für die Behörden dagegen eine Party anlässlich des ersten Geburtstages eines Kindes, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ („WAZ“) berichtet. Demnach hatte Duisburgs Stadtsprecher von dem Vorfall berichtet und erklärt, die Familie habe „mit mehr als 150 Teilnehmern“ gefeiert. Der Hinweis auf den Verstoß sei „aus der Bevölkerung“ gekommen.

„Daraufhin wurde die Veranstaltung vom städtischen Außendienst beendet“, erklärte der Sprecher weiter. Es sei zudem ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Nähere Angaben zu dem Vorfall habe die Stadt nicht gemacht.

Allerdings war durch die Meldung eines Infizierten beim Gesundheitsamt ein zweiter Verstoß gegen die Auflagen bekannt geworden. Der Mann hatte sich bei einer Verlobungsfeier angesteckt. Das Problem: Anders als Hochzeiten zählen Verlobungen laut NRW-Verordnung nicht zu den herausragenden Anlässen. Auch hier sei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden.Corona-Test

dpa/Kay Nietfeld/dpabild Ein Patient lässt vor einer Arztpraxis einen Abstrich für einen PCR-Corona-Test machen.

Rekord-Anstieg in Österreich

09.32 Uhr: In Österreich sind die täglichen neuen Coronainfektionen auf den Rekordwert von 1235 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag bleibt dabei Wien mit 511 Neuinfektionen binnen 24 Stunden landesweit der Spitzenreiter. In den Krankenhäusern veränderte sich die Lage den Angaben zufolge nicht. Insgesamt stieg die Zahl der sogenannten aktiven Fälle auf 10.800. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl liegen die Zahlen der Neuinfektionen und der aktiven Fälle deutlich über den aktuellen deutschen Werten.

Bayern und Österreich wollen derweil trotz der steigenden Corona-Infektionen die Grenzen offen halten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Bad Reichenhall, der Grenzverkehr solle weiter vernünftig passieren können. Er setze hier sehr auf Schnelltests in den kommenden Wochen und Monaten, weil damit viel erreicht werden könne.Söder und Kurzdpa/Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa Markus Söder (l, CSU) und Sebastian Kurz (ÖVP) begrüßen sich vor einem Arbeitstreffen.

Auch Kurz sagte, es sei ihm “ganz, ganz wichtig”, dass die Grenzen zwischen Bayern und Österreich offen blieben. Es müsse für Grenzpendler die Möglichkeit geben, weiter über die Landesgrenzen fahren und arbeiten zu können. “Das ist ganz entscheidend”, sagte Kurz. Er appellierte gleichzeitig an das Robert-Koch-Institut, Reisewarnungen für Corona-Risikogebiete möglichst differenziert herauszugeben. 

Fallzahlen in den Niederlanden steigen ungebremst weiter

07.48 Uhr: In den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34.000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu.

Ministerpräsident Mark Rutte äußerte sich sehr besorgt. “Wir gehören zu den drei am schlimmsten betroffenen Ländern in Europa, und es ist schlechter als in Amerika”, sagte Rutte. Er schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht.Ministerpräsident Ruttedpa/Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, bei einer Pressekonferenz vergangen Woche.

Besonders schwer getroffen von der Ausbreitung des Virus sind den Berichten zufolge Rotterdam, Den Haag, Utrecht und Amsterdam. Seit Beginn der Krise im März sind rund 6500 Menschen im ganzen Land gesichert an Covid-19 gestorben.

Viele Corona-Ansteckungen – Köln überschreitet Warnstufe

Samstag, 10. Oktober, 07.35 Uhr: Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Samstag mit 54,8 an. In Köln gelten nun unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

Auf Straßen und Plätzen darf abends ab 22.00 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden. An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol. Außerdem dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen – bisher waren es zehn. In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen. Eine Sperrstunde wie in Berlin werde zunächst aber nicht eingeführt, hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag betont.Eine Anzeigentafel in Köln weist auf das Tragen einer Maske hindpa/Oliver Berg/dpa Eine Anzeigentafel in Köln weist auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hin. 

Schon ab morgen: Maskenpflicht im Freien in Polen tritt in Kraft

22.58 Uhr: Wegen der steigenden Corona-Zahlen tritt am Samstag in Polen eine Pflicht zum Maskentragen auch im Freien in Kraft. In 38 besonders stark betroffenen Gemeinden gelten dann zudem weitere Beschränkungen für Veranstaltungen und Familienfeiern. Die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus waren in Polen zuletzt rapide gestiegen; landesweit wurden seit Pandemie-Beginn mehr als 110.000 Ansteckungen gezählt.

Regierungschef Mateusz Morawiecki hatte am Donnerstag gesagt, die zweite Infektionswelle habe Polen erreicht. Ohne eine Verschärfung der Maßnahmen drohe alle drei Tage eine Verdopplung der Neuinfektionen. Rund 60 Prozent der für Corona-Patienten bestimmten Krankenhausbetten stünden landesweit noch zur Verfügung, sagte Morawiecki weiter. In den am schwersten betroffenen polnischen Regionen werden die Behandlungskapazitäten laut örtlichen Medienberichten jedoch bereits knapp.

TOP-NEWS: 20 Infizierte nach Familienfeiern in Landkreis in Thüringen

22.02 Uhr: Nach Familienfeiern ist es im Landkreis Eichsfeld zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Weitere 20 Neuinfektionen seien auf zwei private Feiern von Familien aus Heiligenstadt und Uder zurückzuführen, wie der Landkreis am Freitagabend mitteilte. Damit steigt die Zahl der aktuell Infizierten im Landkreis auf 27.

Italien verzeichnet mehr als 5300 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

22.00 Uhr: In Italien wächst die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle: Wie das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag mitteilte, wurden seit Donnerstag landesweit mehr als 5300 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. So viele Neuinfektionen binnen eines Tages hatte es in Italien zuletzt im April gegeben. Der Regierungsberater und WHO-Vertreter Walter Ricciardi warnte vor einem drohenden Mangel an Krankenhausbetten.

“Wir stehen unter extremem Druck”, sagte Ricciardi in einem Interview mit dem Sender Sky TG24. Zu befürchten sei ein Anstieg der Infektionsfälle auf bis zu 16.000 am Tag. Wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen war in Italien diese Woche eine landesweite Maskenpflicht im Freien in Kraft getreten. Wer beim Verlassen seiner Wohnung keine Maske trage, riskiere eine Geldstrafe von bis zu eintausend Euro, sagte Regierungschef Giuseppe Conte am Donnerstag.

Von dem derzeitigen Anstieg bei den Neuinfektionen am schwersten betroffen sind die Regionen Latium, Kampanien und Lombardei. Die norditalienische Lombardei gehörte während der ersten Corona-Infektionswelle zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Regionen Europas. 

Seit Beginn der Pandemie wurden in Italien mehr als 340.000 Corona-Infektionen nachgewiesen. Mehr als 36.000 Infizierte starben.

TOP-NEWS: Mehr als 4500 Neuinfektionen in Deutschland – über 35.000 aktive Fälle

20.10 Uhr: Auch am Freitag steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland weiter an. Insgesamt 4623 neue Infektionen wurden von den Gesundheitsämtern der Bundesländer gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 316.792. Besonders in Nordrhein-Westfalen bleiben die Zahlen immens hoch, das bevölkerungsreichste Bundesland meldete über 1100 Neuinfektionen.

Die Zahl der Todesfälle steigt wie auch am Vortag um 18 auf 9575. 271.800 Infizierte gelten laut Situationsbericht des Robert-Koch-Instituts als geheilt. Die Zahl der aktiv Infizierten liegt damit bei 35.417 und steigt weiter stark an. Auch der R-Wert stieg auf 1,34 (Vortag: 1,17).

510 Intensivbetten werden derzeit von Covid-19-Patienten belegt. Damit steigt auch dieser Wert um weitere 23 Betten, am Vortag war es noch ein Zuwachs von 18 Betten gewesen. 252 Patienten werden zurzeit invasiv beatmet.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 316.792, 9575 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 53.333 (+527), 1899 Todesfälle (+1)
  • Bayern: 71.843 (+708), 2682 Todesfälle (+3)
  • Berlin: 17.555 (+443), 234 Todesfälle (+1)
  • Brandenburg: 4715 (+90), 174 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2943 (+65), 60 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 8813 (+145), 241 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 21.092 (+430), 557 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1374 (+29), 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 22.353 (+412), 696 Todesfälle (+3)
  • Nordrhein-Westfalen: 76.795 (+1126), 1900 (+6)
  • Rheinland-Pfalz: 11.770 (+223), 256 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3662 (+67), 177 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 8131 (+215), 245 Todesfälle (+3)
  • Sachsen-Anhalt: 2882 (+27), 68 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 5209 (+54), 162 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 4322 (+62), 191 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 09.10., 21.00 Uhr): 316.792 (9575 Todesfälle)

Vortag (Stand 08.10., 20.09 Uhr): 312.169 (9557 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 271.800

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 35.417 (+2405)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand 09.10.): 1,34 (Vortag: 1,17)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 510 (+23)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 252 (+15)

TOP-NEWS: Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag in Europa

19.56 Uhr: In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert. Die am Freitag aktualisierte WHO-Grafik weist ein Plus gegenüber dem Vortag von 109.749 Fällen aus. Am Donnerstag wurden knapp 99.000 neue Fälle gemeldet. In Europa wird seit August kontinuierlich eine immer stärkere Verbreitung des Virus verzeichnet.

In Nord- und Südamerika wurden am Freitag gegenüber dem Vortag rund 127.000 Fälle mehr registriert. Früheren Angaben der WHO zufolge könnte sich inzwischen jeder zehnte Mensch auf der Welt bereits mit dem neuartigen Virus angesteckt haben.

EU-Staaten einigen sich auf Corona-Ampel-Karte für Reisende

19.39 Uhr: Mit einer gemeinsamen Ampel-Karte wollen die EU-Staaten das coronabedingte Reise-Wirrwarr in Europa mildern. Je nach Infektionsgeschehen sollen Regionen entweder grün, orange oder rot markiert werden. Für “grüne” Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Reiseeinschränkungen erlassen. Darauf verständigten sich die Botschafter der EU-Staaten am Freitag mit ausreichender Mehrheit.

Gemeinsame Regeln für Reisende aus orange oder rot markierten Regionen sieht das Konzept nicht vor. Ebenso wenig einigten sich die EU-Staaten auf europaweite Standards für Quarantäne- und Test-Regeln.

Die Ampel-Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und wöchentlich aktualisiert werden. Neben den EU-Staaten soll sie unter anderem auch Island und Norwegen umfassen. Die Verständigung der Botschafter soll kommenden Dienstag noch beim Rat für Allgemeine Angelegenheiten von den Ministern bestätigt werden. Die Empfehlungen sind allerdings nicht bindend.

Bislang entscheidet jedes Land mit eigenen Kriterien, welche anderen EU-Länder oder -Regionen es als Risikogebiet einstuft. Das führt zu großen Unterschieden. Deshalb hatte die EU-Kommission Anfang September Kriterien für einheitliche Reisebeschränkungen sowie Corona- und Quarantäne-Regeln vorgeschlagen, die noch umfassender als die jetzige Einigung waren.

Britische Studie: Schwarze und Südasiaten leiden unter schwereren Covid-Verläufen

18.01 Uhr: Eine Studie des King’s College Hospital in London hat herausgefunden, dass der ethnische Hintergrund eines Patienten dessen Corona-Verlauf beeinflusst. Die Wissenschaftler untersuchten hierfür 1.800 Patienten, wie die “BBC” berichtet. Bei Schwarzen sei dabei ein höheres Risiko ins Krankenhaus eingeliefert zu werden festgestellt worden, während Südasiaten häufiger an dem Virus sterben. Daraus entwickelten sie die These, dass Biologie ein wichtiger Faktor bei dem Verlauf und damit auch der Behandlung einer Infektion sei.

“Wir brauchen vielleicht verschiedene Behandlungsstrategien für verschiedene ethnische Gruppen”, so Professor Ajay Shah, Kardiologe am King’s College Hospital zu dem Ergebnis der Studie. Konkret würde dies bedeuten bei schwarzen Patienten zu verhindern, dass ein milder Verlauf schlimmer wird und bei Südasiaten mögliche lebensbedrohliche Komplikationen zu behandeln.

Andere Forscher fordern nun die Studie noch auszuweiten, um herauszufinden welche Rolle andere strukturelle Faktoren, wie Beruf oder Zugang zu Gesundheitsversorgung, haben könnten.

Nach Trump-Behandlung: Antikörper-Medikament kurz vor US-Zulassung

16.34 Uhr: Der experimentelle Antikörper-Cocktail, den US-Präsident Trump zur Behandlung seiner Corona-Infektion bekam, schlug hohe Wellen. Das Medikament der Firma Regeneron besteht aus monoklonalen Antikörpern, die auch zur Behandlung von Krebs und anderen Krankheiten eingesetzt werden. Diese zielen bei der Bekämpfung von Krankheitserregern auf die körpereigenen Abwehrkräfte. Nun hat die Firma laut einem Statement die Zulassung dieser Art von Medikament bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt. Das berichtet “ntv”. Demnach stehe damit eine Zulassung kurz bevor.Trump will an virtuellem TV-Duell nicht teilnehmenEvan Vucci/AP/dpa

TOP-NEWS: Berliner Gastronomen gehen mit Eilantrag gegen Sperrstunde vor

14.36 Uhr: Mehrere Berliner Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Stadt vor. Der Antrag sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts auf Anfrage. Mit einer Entscheidung sei aber nicht mehr am Freitag, sondern voraussichtlich in der kommenden Woche zu rechnen. Zuvor hatte unter anderem der “Tagesspiegel” berichtet.Nachtschwärmer in Berlindpa/Christophe Gateau/dpa Friedrichshain-Kreuzberg hat eine der höchsten Infektionsraten.

Nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting wurde der Antrag zunächst für sechs Gastronomen gestellt, weitere sollten folgen. In einem Auszug aus dem Eilantrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Sperrstunde als unverhältnismäßig kritisiert. Es gebe keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23.00 Uhr. Von politischer Seite sei die Zunahme der Fallzahlen schließlich mit privaten Treffen und illegalen Partys begründet worden.

Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde eher ein gegenteiliger Effekt erreicht: Junge Menschen träfen sich dann an anderen Orten, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation. Das Ergreifen von Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Corona-Fallzahlen wird in dem Antrag nicht grundsätzlich in Frage gestellt, dies sei “richtig und konsequent”. Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung gilt nach Senatsangaben ab Samstag, 00.00 Uhr.

TOP-NEWS: Bayern weitet Corona-Risikogebiete massiv aus – auch Frankfurt dabei

13.44 Uhr: Bayern weitet die Liste der innerdeutschen Corona-Risikogebiete deutlich aus: Ab Samstag (00.00 Uhr) gilt die Einstufung für die gesamte Stadt Berlin, sowie aus Hessen für die Städte Frankfurt am Main und Offenbach sowie aus Nordrhein-Westfalen für die Städte Herne, Hamm und Remscheid. Das teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Auch die Stadtgemeinde Bremen sowie die Landkreise Esslingen in Baden-Württemberg und die beiden niedersächsischen Landkreise Cloppenburg und Wesermarsch wurden zu Risikogebieten erklärt.Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)dpa/Sven Hoppe/dpa Pool/dpabild Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommt zu einer Kabinettssitzung.

Gesundheitsminister Spahn warnt: “Es ist ernst”

13.09 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im Interview mit der “Bild“-Zeitung zur derzeitigen Infektionsdynamik geäußert. Es müsse nicht “jeden Tag Alarm und Panik” gemacht werden, sagte er. Doch Spahn warnte zugleich: “Es ist ernst.”

Einheitliches Handeln der Bundesländer sei nun wichtig – vor allem um die Gunst der Bürger nicht zu verspielen. “Wir brauchen nicht ständig neue Regeln, wir müssen Regeln, die da sind, dann auch mal kontrollieren”, erklärte Spahn gegenüber der Zeitung. Besonders “empfindliche Bußgelder” sollten als Abschreckung dienen. Beim Thema Reise-Regeln rief Spahn zur Einheitlichkeit auf.

Im Grundsatz zeigte sich der Gesundheitsminister vorsichtig optimistisch. Man habe in den letzten Monaten viel gelernt, so Spahn. “Wenn wir aufeinander aufpassen, dann können wir dieses Virus auch unter Kontrolle behalten. Das gibt auch Zuversicht.”Pressekonferenz zu Pflege und Coronadpa/Kay Nietfeld/dpa Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, kommt zur Pressekonferenz in seinem Ministerium. .

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